Die Währungsreserven der SNB

19. Mai 2012 / 13:31 Uhr

Nachdem sich die Krise in Euroland aber auch in den USA weiter zuspitzt, hat sich in den vergangenen Monaten der Schweizer Franken als sogenannte Fluchtwährung etabliert. Der Kapitalstrom in die Schweiz begann so stark anzuschwellen, dass sich im September letzten Jahres – bei einem Wechselkurs zum Euro von zeitweise weniger als 1,10 Franken für den Euro – die Schweizer Nationalbank (SNB) gezwungen sah, an den Devisenmärkten zu intervenieren und einen Mindestwechselkurs von 1,20 Franken je Euro festsetzte. (über diese Maßnahme habe ich bereits ausführlich in einem Monatsbericht berichtet)

Wie ist nun aber der Erfolg dieser Maßnahme?

Am Chart des CHF kann man sehr gut erkennen, dass sich sofort mit Bekanntgabe der Intervention der Wechselkurs des Euro erholt hat.

Am Chart ist aber ebenfalls gut ablesbar, dass sich seit April diesen Jahres eine Veränderung im Marktverhalten zeigt. Leider können über die Gründe derzeit nur Mutmaßungen angestellt werden. Die Bilanz der SNB selbst liegt leider nur per Stand ultimo März vor und so ist es zu früh, fundiert Licht ins Dunkel bringen zu können.

Sowohl in der Bankstatistik als auch in den hier dargestellten Gesamt-Währungsreserven der SNB ist erkennbar, dass nach der Intervention, die ohne Zweifel einen starken Anstieg der Währungsreserven bewirkte, ein Abbau eben dieser Reserven wieder einsetzte … die Veröffentlichung der April-Zahlen wird (und muss) somit Aufschluss geben können.

Ihr Team der P&S Vermögensberatungs AG

Matthias Bohn

Wahlen in Griechenland und Frankreich

13. Mai 2012 / 11:27 Uhr

Nachdem vor einer Woche bereits in Griechenland und in Frankreich über den weiteren Weg dieser beiden Länder abgestimmt wurde, konnte Francois Hollande per Dekret bereits einige Punkte aus seinem Wahlprogramm angehen … die Griechen – wen wundert es – haben es nicht geschafft, eine neue handlungsfähige Regierung zu bilden. Im aktuellen Monatsbericht gehen wir ausführlich auf diese Situation ein und wagen einen Blick nach vorn … bei Interesse können Sie gerne den Bericht bei uns anfordern. Nutzen Sie hierfür bitte unser “Kontaktformular“.

Ihr Team der P&S Vermögensberatungs AG

Matthias Bohn

besser informiert mit kostenloser App

7. Mai 2012 / 15:37 Uhr

Mit der neuen Version des “vwd funds agent” können Sie die Wertentwicklung unseres Fonds ab sofort auch mobil auf Ihrem Smartphone verfolgen. Die App steht kostenlos im App Store für Sie zum Download bereit.


Die vwd group ist hierfür die unabhängige Informationsquelle in Deutschland und liefert diese fondsspezifischen Informationen auch an führende Tageszeitungen und Wirtschaftsmedien wie beispielsweise Frankfurter Allgemeine Zeitung, Handelsblatt und Süddeutsche Zeitung sowie an über 120 Online-Portale.

ifo Geschäftsklimaindex

27. März 2012 / 06:33 Uhr

Nachdem der ifo-Geschäftsklimaindex ein nach wie vor vielbeachteter Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung ist, wollen wir unseren Investoren die Pressemitteilung des ifo-Instituts nicht vorenthalten:

Ihr Team der

P&S Vermögensberatungs AG

Matthias Bohn

Pressemitteilung

ifo Geschäftsklimaindex leicht gestiegen

26. März 2012
Die Zeitreihen, Grafiken und Kommentare zum jeweils aktuellen ifo Geschäftsklimaindex finden Sie unter der Adresse www.ifo-geschaeftsklima.info
ifo Presseinformation vom 26.03.2012 im PDF-Format

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im März nur leicht gestiegen. Der Anstieg der Erwartungen ist schwächer geworden, und die Geschäftslage hat sich nicht weiter verbessert. Der Schwung lässt etwas nach.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima nach zwei Anstiegen in Folge leicht eingetrübt. Die Industriefirmen beurteilen die aktuelle Geschäftslage etwas weniger positiv als im Vormonat. Ihre Geschäftsaussichten schätzen sie aber günstiger ein. Vom Auslandsgeschäft erwarten sie weitere Impulse. Ihren Mitarbeiterstamm wollen sie erhöhen, wenn auch weniger stark als im Vormonat.

Der Geschäftsklimaindikator im Einzelhandel ist stark gestiegen. Die Einzelhändler berichten von einer deutlich verbesserten Geschäftssituation und sind auch hinsichtlich der Entwicklung in den kommenden sechs Monaten zuversichtlicher. Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima hingegen verschlechtert. Während sich die Erwartungen nur minimal eingetrübt haben, sind die befragten Großhändler mit ihrer aktuellen Geschäftslage deutlich weniger zufrieden.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator gesunken. Die Bauunternehmer berichten zwar von einer etwas günstigeren Geschäftslage als im Vormonat. Jedoch sind sie für die nächsten sechs Monate weniger zuversichtlich.

Die Notenbanken bleiben ihrer Linie treu

14. März 2012 / 09:53 Uhr

Nachdem bereits am letzten Donnerstag die EZB ihre Politik bestätigt hat und die Leitzinsen unverändert belassen hat, wurde gestern Abend die Entscheidung des Offenmarktausschusses der amerikanischen Notenbank bekannt gegeben. Auch hier gibt es keine nennenswerten neuen Erkenntnisse. Es bleibt grundsätzlich alles beim Alten. Die Zinsen bleiben voraussichtlich bis Ende 2014 so niedrig wie derzeit und einer leichten wirtschaftlichen Erholung stehen nach wie vor erhebliche Risiken aus den Problemen an den Finanzmärkten gegenüber. Die Inflation bleibt – nach Erwartung der Notenbank – weiterhin niedrig und so kann auch das Anleihen-Tausch-Programm aus dem letzten Jahr planmäßig fortgeführt werden.

Unterm Strich somit keine Änderung der Geldpolitik – weder in Europa noch in den Vereinigten Staaten.

Ihr Team der P&S Vermögensberatungs AG

Matthias Bohn

Neues Geld braucht das Land (die Bank)

1. März 2012 / 10:01 Uhr

Gestern kam es, wie bereits von vielen Marktteilnehmern erwartet, zum 2. Langfristtender der EZB. Die EZB hat damit erneut den Banken Geld für 3 Jahre zu einem Zinssatz von vermutlich nicht mehr als 1% p.a. zur Verfügung gestellt. Mit dem im Dezember bereits durchgeführten Tender beläuft sich das Volumen dieser Ausleihung an die Banken auf die sagenhafte Summe von 1 Billion Euro!!!

Was macht man (die Banken) nun mit dem vielen Geld?

Nachdem Herr Sarkozy Anfang Dezember öffentlich vorgeschlagen hat, dass die Banken das Geld nutzen sollten, um die Staatsanleihen Ihres jeweiligen Landes zu erwerben, kann man sehr gut an den Renditen dieser Länder ablesen, dass die Banken dem “Sarkozy-Trade” folgen:

Die Renditen französischer Staatsanleihen sind jedenfalls seit Anfang Dezember von 3,5% auf 2,9%, die italienischer Staatsanleihen von 7,2% auf 5,2% und die spanischer Anleihen von 6,5% auf 5% gefallen!

Die Maßnahmen der EZB waren somit ein voller Erfolg. Zumindest dürften das die Finanzminister der betroffenen Länder so sehen. Sie müssen nun jeweils deutlich weniger Zinszahlungen für neu zu begebende Anleihen leisten …

Fraglich bleibt aber, wie es nun weitergehen kann. Die Reaktion am Kapitalmarkt zeugt jedenfalls davon, dass die Höhe des neuerlichen Tenders bereits erwartet wurde und sozusagen eingepreist ist.

Ihr Team der P&S Vermögensberatungs AG

Matthias Bohn

Ab sofort sind wir (fast) überall zu finden…

16. Februar 2012 / 16:06 Uhr

Wir freuen uns, dass Sie ab sofort bei vielen überregionalen Anbietern Informationen zu unserem P&S Renditefonds erhalten können. Folgende Partner stellen nunmehr Fondsinformationen zur Verfügung:

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Welt

Handelsblatt

Financial Times Deutschland

Wirtschaftswoche

Spiegel Online

und natürlich auch via kostenfreier App für alle Apple-Fans (z.B. vwd funds agent) im Apple Store …

Ihr Team der

P&S Vermögensberatungs AG

Die griechische Tragödie

13. Februar 2012 / 10:38 Uhr

Gestern Abend wurde – wie so oft in der letzten Sekunde – das von der EU geforderte Sparprogramm für Griechenland durch das dortige Parlament beschlossen. Es mutet vermutlich vielen als eine nie enden wollende Vorstellung in einem griechischen Theater an.

Leider sind wir aber weit davon entfernt, einen überlangen Abend mit einem griechischen Klassiker zu verbringen. In den letzten beiden Jahren, die dieser Abend mittlerweile schon währt, war es der politischen Elite in Griechenland weder möglich durch eigenes positives Beispiel voran zu gehen noch die Bevölkerung von der Brisanz der Situation zu überzeugen. Sollte es also wirklich diesem wirtschaftlich relativ unbedeutendem Land gelingen, die europäische Union zu sprengen? Die Geduld der verschiedenen Geberländer in der Eurozone wird jedenfalls bereits mehr als deutlich strapaziert.

Was aber sind die Handlungsalternativen? Die griechischen Politiker und auch die griechische Bevölkerung setzen darauf, dass es sich die EU nicht leisten möchte, an der Griechenlandfrage zu scheitern. Leider gelingt es aber auch nicht, die Griechen von den offensichtlichen Notwendigkeiten zu überzeugen. Es bleibt somit lediglich die Wahl zwischen einem Schrecken ohne Ende (der weiteren Finanzierung der griechischen Haushaltslöcher), einem Default mit anschließendem Austritt aus der Eurozone und einem Default mit einem Verbleib innerhalb der Eurozone. Die Spitzfindigkeiten bezüglich eines freiwilligen oder eines erzwungenen Forderungsverzichts möchte ich hier bewusst außen vor lassen.

Schrecken ohne Ende

Die weitere Bedienung der griechischen Schulden durch die Mitglieder der Eurozone ist in den einzelnen Mitgliedsländern politisch nur noch schwer vermittelbar. Weiterhin setzt diese Vorgehensweise auch die falschen Anreize für weitere Wackelkandidaten. Diese Option steht somit nur noch begrenzt zur Verfügung.

Default mit Austritt aus der Eurozone

Ein Zahlungsausfall Griechenlands ist in der aktuellen Situation sicherlich unvermeidbar. Ich denke hierüber gibt es in der gesamten Welt – auch in Griechenland! – einen breiten Konsens. Viel wichtiger wird die Frage sein, wie es danach weitergehen kann. Ein Austritt aus der Eurozone verschafft dem Land die Möglichkeit mit einer neuen Währung gegenüber dem Euro abzuwerten. Dies stellt eine gängige Praxis bei verlorener Wettbewerbsfähigkeit dar. In welchen Bereichen kann aber Griechenland hierdurch wieder an Wettbewerbsfähigkeit zulegen? Hauptprofiteur wäre mit Sicherheit die Tourismusbranche. Hier könnten lediglich Ressentiments aufgrund der letzten beiden Jahre und aufgrund der eskalierenden Gewalt im Land Probleme bereiten. Weiterer Nutznießer wäre der Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Ob dies ausreichend wäre, einen nachhaltigen Aufschwung der griechischen Wirtschaft zu garantieren, darf zumindest bezweifelt werden. Weiterhin müsste der Schuldenschnitt so groß ausfallen, dass selbst nach einer drastischen Abwertung der neuen griechischen Währung eine Bedienung der verbleibenden Restverbindlichkeiten gewährleistet ist.

Default mit Verbleib in der Eurozone

Wie bereits im letzten Punkt dargelegt, wird ein Schuldenschnitt in Griechenland unvermeidbar sein. Durch den Verbleib des Landes nach einem Schnitt in der Eurozone wird Griechenland die Möglichkeit einer Abwertung der eigenen Währung genommen. Dies verhindert eine abwertungsbedingte Produktivitätsverbesserung. Andererseits erleichtert sie den Schuldendienst für die verbleibenden Euro Restschulden. Für eine Verbesserung in der relativen Arbeitsproduktivität wird es in diesem Szenario unverzichtbar sein, die Löhne und Gehälter großflächig in Griechenland abzusenken. Dies würde eine starke Deflation für Griechenland bedeuten. Die Anpassungsprozesse in der griechischen Wirtschaft und in der griechischen Bevölkerung würden in dieser Variante natürlich äußerst schmerzhaft verlaufen. Der Schnitt bei den Löhnen und Gehältern muss dabei so deutlich sein, dass sämtliche Marktteilnehmer davon überzeugt werden können, dass es sich nur um einen kurzzeitigen Deflationsschock handelt. Nur hierdurch kann vermieden werden, dass sich die Marktteilnehmer auf eine langfristige deflationäre Entwicklung in Griechenland einstellen. Die europäische Union könnte in diesem Szenario der Wirtschaft zusätzliche Anreize durch Fördermaßnahmen geben.

Nur im letzten aufgezeigten Szenario ist es aus unserer Sicht möglich, die Kapitalflucht aus anderen Mitgliedsländern der EU einzudämmen. Die Rückkehr eines Landes zu einer eigenständigen Währung mit einer sofortigen bedeutenden Abwertung gegenüber dem Euro wird sonst zu dramatischen Kapitalbewegungen aus diesem Lande heraus führen. Weiterhin könnte die Bevölkerung anderer Länder, die sich in einer vergleichbaren Situation befinden, ebenfalls versucht sein, ihre Euro-Bankguthaben als Bargeld zu horten.

Ein Vergleich der Handlungsalternativen bringt zu Tage, dass neben der Lösung der akuten Schuldenproblematik insbesondere den weiteren Wachstumsaussichten des Landes verstärkt Augenmerk gewidmet werden muss. Dies lässt insbesondere die erste Option als völlig ungeeignet erscheinen. Bei einem Vergleich der beiden letztgenannten Szenarien wird deutlich, dass die Rückkehr zur eigenen Währung Griechenland nicht nur von der Eurozone abschneidet sondern auch nur eine vage Option für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der schwachen industriellen Basis des Landes darstellt. Durch die steten Abwertungen der neuen Währung wäre es für ausländische Investoren zunehmend unattraktiv, in Griechenland zu investieren. Weiterhin würde aufgrund der vielfältigen Importe des Landes, die Inflationsrate explodieren. Die im dritten Szenario dargestellten schmerzlichen Anpassungsprozesse würden somit nicht über den Nominalwert stattfinden, sondern vielmehr über die ausufernde Inflationierung. Die Abwertung der neuen Währung würde zunehmend die Bedienung der verbleibenden Euro Restschulden erschweren. Ein weiterer Schuldenschnitt zu einem späteren Zeitpunkt wäre sicher unvermeidbar. Im letzten dargestellten Szenario wäre es der Europäischen Union möglich, wirtschaftliche Wachstumsanreize in Griechenland zu setzen. Durch den Schuldenschnitt wird sich die Schuldenlast stark reduzieren und die verbleibenden Restschulden könnten weiterhin in Euro bedient werden. Insbesondere die ausbleibenden Nachahmereffekte (abheben und deponieren von Euro Bargeld) in den anderen Euro Mitgliedsländern wären der große Vorzug dieser Handlungsoption. Leider stellt diese Handlungsoption die größten Herausforderungen an die politische Durchsetzbarkeit. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Wochen und Monate darf bezweifelt werden, dass hierfür ausreichend Bewusstsein und Handlungswille vorhanden ist.

Ihr Team der P&S Vermögensberatungs AG
Matthias Bohn

Kursentwicklung seit dem 01.08.2011

3. Februar 2012 / 09:06 Uhr

Ende Juli letzten Jahres kam es mit den Querelen um die Erhöhung der Schuldenobergrenze in den USA zu dramatischen Kurseinbrüchen an den Aktienmärkten. Der DAX Index fiel infolgedessen von über 7000 Punkten um mehr als 2000 Punkte. In der Spitze kam es dabei zu Kursverlusten von ca. 30 %.

Heute, ca. ein halbes Jahr später, befinden wir uns – zwar nicht mehr dramatisch aber immerhin recht deutlich – nach wie vor unterhalb der letztjährigen Jahreshöchstständean den Aktienmärkten. Den Anlegern unseres P & S Renditefonds können wir aber per gestern mitteilen, dass wir bereits wieder das Kursniveau unseres Fonds vom 1.8.2011 erreicht haben.

Wir freuen uns, dass uns dies in einem mehr als dramatischen Marktumfeld innerhalb so kurzer Zeit gelungen ist und wir unsere Investoren somit vor Kursverlusten schützen konnten. An dieser Stelle möchten wir uns aber auch bedanken, bedanken dafür, dass uns alle Anleger selbst zu den Tiefpunkten des letzten Sommers die Treue gehalten haben. Besonders in Krisensituationen zeigt sich der Wert einer nachhaltigen Anlagestrategie und deren konsequenter, professioneller und disziplinierter Umsetzung. Die letzten Monate haben uns somit bestärkt, den bisher eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und somit unseren Anlegern und Investoren einen Mehrwert zu generieren.

Ihr Team der P & S Vermögensberatung AG

Matthias Bohn

P & S Renditefonds und DAX Index im direkten prozentualen Vergleich seit dem 1.8.2011

positiver ifo-Geschäftsklimaindex und offenherzige FED

26. Januar 2012 / 07:46 Uhr

Mit 108,3 Punkten kann der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland nun bereits zum 3. Mal hintereinander wieder ansteigen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich damit nach wie vor in einem expansiven Modus und lässt auf weitere positive Überraschungen hoffen. Seit dem Absturz im Sommer letzten Jahres befinden sich sowohl die Lageeinschätzung als auch die Erwartungen über der Demarkationslinie von 100 Punkten.

Neben den erfreulichen Geschäftsklimadaten aus Deutschland konnte die FED weiter für eine freundliche Stimmung sorgen. Die derzeitige Niedrigzinspolitik soll nun länger als bisher geplant beibehalten werden. Nachdem die FED vor einigen Monaten damit überraschte, eine Art Niedrigzinsgarantie bis Mitte 2013 zu geben, so hat sie gestern diesen Garantiezeitraum bis 2014 verlängert. Die Kapitalmärkte aber allen voran die Banken können somit mit einer weiteren Liquiditätsschwemme zu Nullkonditionen rechnen. Es wird weiterhin die Operation Twist (Kauf langer Anleihen durch die FED) fortgeführt und erstmals ein Inflationsziel (Zielrate 2%) durch die FED definiert. Diese Maßnahmen sind äußerst außergewöhnlich und scheinen der FED aufgrund der nur moderaten Verbesserung der konjunkturellen Lage in den USA und der nach wie vor drohenden Rezessionsrisiken, die insbesondere durch eine weitere Verschlimmerung der Staatsschuldenkrise schlagend werden können, nötig zu sein, um das Vertrauen zu stärken. Fakt ist jedenfalls, dass durch diese Maßnahmen Zinsänderungsrisiken der Banken deutlich reduziert werden und durch die nahezu risikolose Fristentransformation eine Art Subventionierung der Kreditinstitute erfolgt. Neben der Stützung des Banksektors wird mit der Ankündigung des Inflationszieles einem Anspringen derselben vorgebeugt. Dies kann als Präventivschritt gewertet werden, da Volkswirtschaftler einen starken Einfluss der Inflationserwartung auf die tatsächliche Inflationsrate nachgewiesen haben. Getreu dem Motto “wehret den Anfängen!” ist dies eine besonders wichtige Maßnahme. Es bleibt aber abzuwarten, wie ernsthaft die Notenbank dieses Ziel verfolgen und verteidigen wird …

Ihr Team der P&S Vermögensberatungs AG

Matthias Bohn

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